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Fragen und Antworten zu Nestes erneuerbaren Kunststoffen

  1. Warum ist Neste in die Herstellung von Kunststoffen involviert?
    Unser Unternehmenszweck ist es, einen gesünderen Planeten für unsere Kinder zu schaffen. Diesem Anspruch wollen wir auch im Bereich der Chemie und der Materialien gerecht werden. Mit unseren erneuerbaren Kraftstoffen üben wir im Transport- und Luftfahrtsektor schon heute einen positiven Einfluss aus. Die zugrundeliegende Technologie und unser Wissen wollen wir auf weitere Lebensbereiche anwenden.

    Erneuerbare und zirkuläre Lösungen entwickeln wir seit über einem Jahrzehnt. So können wir nun auch die Kunststoffbranche und die chemische Industrie dabei unterstützen, ihre Abhängigkeit von Erdöl und gleichzeitig auch ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren.

    Gemeinsam mit Partnern unterstützen wir diese Sektoren dabei, fossil-basierte durch erneuerbare Materialien zu ersetzen. Außerdem entwickeln wir Lösungen, mit denen Kunststoff länger in der Gesellschaft zirkuliert, was wiederum den Verbrauch weiterer fossiler Ressourcen bremst.  

  2. Ist Neste ein Kunststoffhersteller?
    Neste hat ein Konzept zur Herstellung neuwertiger Qualitätskunststoffe aus 100-prozentig erneuerbaren Kohlenwasserstoffen entwickelt. Dieses Konzept beruht auf der Zusammenarbeit mit mehreren Partnern, beispielsweise kunststoffproduzierenden Unternehmen, über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Gemeinsam mit diesen Partnern können wir Unternehmen, die ihr Angebot um biobasierte Komponenten erweitern wollen, erneuerbare Kunststoffe anbieten.

    Wir erforschen außerdem chemisches Recycling als eine Möglichkeit, den Recyclinganteil bei Kunststoffen zu steigern und verflüssigten Kunststoff als Rohmaterial zu verwenden. Bei der Herstellung von Kunststoffen, Chemikalien und Kraftstoffen kann dieses Rohmaterial Erdöl ersetzen.
     

  3. Welche Rohstoffe verwendet Neste bei der Herstellung der erneuerbaren Kunststoffe?
    Neste produziert 100-prozentig erneuerbare Kohlenwasserstoffe, die als Rohstoff für die Herstellung biobasierter Kunststoffe dienen. Diese erneuerbaren Kohlenwasserstoffe werden aus Fetten und Ölen aus Abfällen und Reststoffen sowie aus nachhaltig gewonnenem Pflanzenöl hergestellt.

    Ergänzend dazu entwickeln wir ein Verfahren, mit dem sich verflüssigte Kunststoffabfälle als Rohstoff nutzen lassen. Diese Abfälle sind derzeit vorwiegend fossil-basiert und nicht erneuerbar. Dennoch können auch sie dazu beitragen, in der Herstellung von Kunststoffen, Chemikalien und Kraftstoffen den Bedarf an frischen fossilen Rohstoffen zu verringern und generell die Recyclingquote für Plastik zu erhöhen gegenüber dem, was derzeit mit mechanischem Recycling möglich ist.
     

  4. Produzieren Neste und die Partner biobasierte Kunststoffe mit 100 Prozent biologischem Inhalt?
    Bislang haben Neste und die Partner für die Kunststoffproduktion Nestes 100-prozentig erneuerbare Kohlenwasserstoffe in Kombination mit fossilen Rohstoffen eingesetzt. Unabhängige Messlabore haben mittels der Radiokarbonmethode einen erneuerbaren Anteil am Endprodukt von über 30 Prozent bestätigt.

    Nestes 100-prozentig erneuerbare Kohlenwasserstoffe sind ein vollwertiger Ersatz für fossile Rohstoffe und können in Polymeren ohne Einschränkung verwendet werden, da sie sich im Produktionsprozess wie fossile Stoffe verhalten. Unsere erneuerbaren Kohlenwasserstoffe könnten also dazu genutzt werden, Kunststoffe mit 100-prozentig erneuerbaren Inhaltsstoffen herzustellen. Je mehr fossile Rohstoffe durch erneuerbare ersetzt werden, desto besser für unseren Planeten.
     

  5. Produzieren Neste und seine Partner biologisch abbaubare biobasierte Kunststoffe?
    Derzeit produzieren wir mit unseren Partnern keine biologisch abbaubaren biobasierten Kunststoffe. Anstelle von kompostierbarem Plastik haben wir uns auf recycelbare und wiederverwertbare biobasierte Kunststoffe konzentriert. Die Recyclingfähigkeit ist uns und unseren Partnern wichtig.
     
  6. Wo lassen sich biobasierte Kunststoffe einsetzen?
    Biobasierte Kunststoffe aus Nestes 100-prozentig erneuerbaren Kohlenwasserstoffen können fossile Materialien in zahlreichen Produkten ersetzen. Dazu gehören Kfz-Teile, Möbel, Verpackungen, Konsumgüter wie zum Beispiel Spielzeug und elektronische Geräte, um nur einige zu nennen. In solchen Anwendungen ist biologische Abbaubarkeit keine gewünschte Eigenschaft, Recyclingfähigkeit aber sehr wichtig.